Community-Spotlight – KK Slider und Bunni_

Wir konnten sowohl KKSlider als auch Bunni für das Spotlight-Interview in dieser Woche gewinnen. Dann fangen wir mal an!
Fortnite-Team: Was hat euch dazu gebracht, mit dem Kreativmodus anzufangen?
KK Slider: Letzten Dezember habe ich den Entschluss gefasst, mir die Early-Access-Fassung des Kreativmodus genauer anzusehen und herauszufinden, was er so drauf hat. Es hat Spaß gemacht, mit den ersten Geräten herumzuspielen und zum Beispiel ARKs auf Leute zu werfen, woraus später eigenständige Spiele geworden sind.
Bunni_: Als der Kreativmodus angekündigt wurde, habe ich zusammen mit meinem Bruder gleich mal reingeschnuppert. Wir wollten wissen, welche Spiele sich damit erstellen ließen. Damals waren die Möglichkeiten leider noch etwas begrenzt.
FT: Was sind eure Lieblingsaspekte von Fortnite und des Kreativmodus?
K: Mir gefällt an Fortnite und am Kreativmodus vor allem, dass sie sich ständig verändern. Es gibt keinen Stillstand und alle paar Wochen gibt’s ein neues Update, das viele neue Kreationen ermöglicht. Ich finde es außerdem toll, dass man so einfach etwas mit Freunden erschaffen kann, was das Ganze noch viel spaßiger macht! Und zu sehen, wie andere Leute mit den eigenen Schöpfungen Spaß haben, ist wirklich super.
B: Für mich sind es die neuen Möglichkeiten, die sich mit dem Kreativmodus auftun– Möglichkeiten, das Spiel auf eine ganz neue Weise zu erleben und Mechaniken auszuprobieren, die man sonst vielleicht nie genutzt hätte.
Fortnite-Team: Wer ist euer Lieblings-Creator und warum?
K: Nicht so einfach, sich nur auf einen Creator festzulegen, aber wenn ich wählen müsste, dann wohl BluDrive. Er baut nicht einfach nur großartige Karten, sondern weiß auch, wie man eine Community aufbaut und sich um sie kümmert. Er ist ein ausgezeichneter Leiter und kann Gruppenprojekte echt gut koordinieren. Es macht viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten, und er ist ein richtig netter Kerl, dem die Kreativmodus-Community sehr am Herzen liegt.
B: Mein Lieblings-Creator neben meinem Bruder KKSlider ist Wertandrew– wegen seiner fantastischen Arbeitsmoral.
FT: Seht ihr euch eher als Künstler, Leveldesigner, Programmierer oder Spieledesigner?
K: Ich würde mich eher als Programmierer betrachten, da ich mich vor allem auf die Geräte konzentriere und darauf, wie man damit neue Gameplay-Möglichkeiten schaffen kann. Ich habe eigentlich fast keine Ahnung vom Programmieren, aber das Tolle am Kreativmodus ist, dass man kein Programmierer sein muss, um komplexe Mechaniken zu entwickeln. Mir macht das einfach viel Spaß und ich finde es interessant, wenn ich Geräte in der 3D-Welt platzieren kann, um riesige Räume mit Auslösern und Sequenzern zu erstellen, die alle ineinandergreifen, wodurch am Ende etwas entsteht, das andere im Kreativmodus für unmöglich gehalten haben. Das erfordert eine Menge Geduld und die Fähigkeit, Probleme zu analysieren und zu lösen, aber für mich ist es das wert, wenn ich die Möglichkeiten des Kreativmodus voll ausreizen kann.
B: Beim Bauen achte ich vor allem auf die Architektur, das Design und die allgemeine Ästhetik, also betrachte ich mich wohl als eine Mischung aus Leveldesigner und Künstler.
FT: Welche Kreation, die ihr im Kreativmodus erschaffen habt, gefallen euch am meisten?
K: Die Karte 1v1 Tournament, die ich erst vor Kurzem erstellt habe, ist mein absoluter Favorit im Moment. Darin müssen 16Spieler so lange in 1-gegen-1-Duellen gegeneinander antreten, bis nur noch einer übrig ist. Die Karte ist visuell recht simpel gestaltet, aber ich bin richtig stolz auf die Mechaniken, die das Turnier automatisch ablaufen lassen. Hunderte Geräte, darunter Auslöser, Sequenzer und sogar Flipper kommen zum Einsatz, um Arenen abzustecken, Spieler zu verfolgen, die Spieler von einer Arena zur nächsten zu befördern, die Zeiten für die Punkte am Ende des Spiels zu bestimmen, Start- und Endpunkt einer Runde zu bestimmen und noch vieles mehr. Das ist meine bisher technisch aufwendigste Schöpfung, die in den letzten drei Monaten insgesamt 50Versionen durchlaufen hat. Ich freue mich einfach riesig, dass sie endlich fertig ist!
FT: Woraus zieht ihr eure Inspiration?
K: Die meisten Ideen kommen mir durch Spiele, die ich in der Vergangenheit gerne gespielt habe. Eines meiner ersten Spiele, Avalanche, wurde durch einen benutzerdefinierten Spielmodus in Halo 3 inspiriert, in dem man riesigen Golfbällen ausweichen musste. Ich hab die Golfbälle einfach gegen ARKs ausgetauscht. Wenn ich mich an was erinnere, was mir als Kind viel Spaß gemacht hat, dann überlege ich, ob man das im Kreativmodus umsetzen kann.
FT: Könntet ihr näher auf eure Arbeitsabläufe eingehen?
K: Bei mir kommt das Gameplay immer an erster Stelle. Erst dann kümmere ich mich um die Optik, denn das Design der Karte muss sich eigentlich fast immer dem Gameplay anpassen. Wenn mir eine tolle Idee kommt, mache ich daraus eine ganz einfache Version, um die Mechaniken auszutesten, bevor ich mich richtig reinstürze. Verlaufen die Tests gut, arbeite ich die restlichen Mechaniken und die Karte aus. Zum Schluss folgen dann die Details. Es ist wichtig, dass man sich nicht zu sehr in ein Projekt verbohrt, nur um dann zu merken, dass es ein krasses Problem gibt, wegen dem man noch mal ganz von vorne anfangen muss. Man kann nie genug vorausplanen, bis man das perfekte Konzept gefunden hat, in das man dann mehrere Wochen Arbeit stecken will, ohne aufzugeben.
FT: Welchen Tipp habt ihr für jemanden parat, der gerade mit dem Kreativmodus anfängt?
K: Ich würde den Leuten raten, sich ihre Nische im Kreativmodus zu suchen. Ich bin zum Beispiel viel besser darin, mechanische Dinge zu entwerfen, als etwas schön zu gestalten. Deswegen lasse ich meistens die Finger von künstlerischen Karten oder arbeite mit jemandem zusammen, der besser darin ist, wie zum Beispiel mit meinem Bruder. Ich habe schon so viele neue Creators gesehen, die alles im Kreativmodus beherrschen wollen. Das kann einen ganz schön überwältigen und am Ende gelingt die Karte einfach nicht so gut. Ich würde einem neuen Creator also raten, etwas mit Mechaniken, dekorativen Bauten oder sogar Spieldesignelementen herumzuexperimentieren, um herauszufinden, was einem wirklich liegt. Dann sollte man sich genau auf diese eine Sache konzentrieren, bis man zu den Besten in diesem Bereich gehört.
B: Mein Tipp für jemanden, der gerade erst in den Kreativmodus einsteigt, lautet, die bereits vorgefertigten Karten, in denen man spawnen kann, auszuchecken. Man kann sie sich ansehen und herausfinden, wie sie gebaut wurden. Mit diesem Wissen kann man dann etwas gänzlich Neues erschaffen!
FT: Arbeitet ihr lieber allein oder im Team? Und warum?
B: Ich arbeite eigentlich am liebsten mit meinem Bruder zusammen. Ich finde es extrem hilfreich, wenn man seine Ideen austauschen kann.
FT: Was macht euch an der Arbeit im Kreativmodus am meisten Spaß?
B: Dass ich meine Ideen in etwas verwandeln kann, was andere spielen und genießen können, macht mich immer ziemlich glücklich.
K: Das Tollste am Kreativmodus sind die ganzen Leute, die man so kennenlernt. Ich hab so viele neue coole Leute aus allen Teilen der Welt getroffen und kann jeden Tag mit ihnen quatschen, während ich an etwas arbeite, was uns allen richtig wichtig ist. Wir helfen uns immer gegenseitig und geben uns Feedback, damit wir noch bessere Creators werden.
FT: Welche Art von Feedback schätzt ihr am meisten, nachdem ihr eine Kreation veröffentlicht habt?
K: Ich halte immer nach Feedback zu Bugs Ausschau, die beim Spielen auftreten können. Wenn ich die dann behoben habe, schaue ich mir an, wie einfach das Spiel für jemanden zu verstehen ist, der es noch nie gespielt hat. Dann suche ich nach Wegen, das Spielerlebnis allgemein besser zu machen. Die Community hat mir auf jeden Fall dabei geholfen, ein besserer Creator zu werden.
B: Ich freue mich über jedes Feedback zu meiner Schöpfung! Es ist immer gut, wenn man von so vielen unterschiedlichen Spielern wie möglich hört, egal, ob sie Profis oder Gelegenheitsspieler sind.
FT: Wie lange braucht ihr im Schnitt, bis ein Projekt abgeschlossen ist?
K: Wenn man die Vorbereitungsphase und das Werben für die Karte nach der Veröffentlichung miteinrechnet, dann ist von einerWoche bis mehreren Monaten alles möglich, um ein Projekt wirklich fertigzustellen. Im Durchschnitt brauche ich so dreiWochen dafür.
FT: Welche Herausforderungen müsst ihr bei euren Projekten überwinden?
K: Für mich besteht eine der größten Herausforderungen darin, eine Karte schnell zu erschaffen, damit sie nicht gleich schon wieder veraltet ist. Es ist ziemlich schwierig, herauszufinden, wie viel Zeit man aufwenden sollte. Zu wenig und die Karte taugt nichts, zu viel und der Modus wurde vielleicht schon um neuere, fortschrittlichere Mechaniken erweitert, die die eigene Schöpfung in den Schatten stellen. Viele Creators leiden auch unter dem sogenannten „Karten-Burnout“. Der kann eintreten, wenn man die eigene Karte so oft gespielt hat, dass sie einem echt zum Hals raushängt, obwohl man da etwas ganz Cooles geschaffen hat. Deshalb versuche ich, mich immer mit zwei Projekten zu beschäftigen, damit ich zwischen ihnen hin- und herwechseln kann, um bei Laune zu bleiben.
B: Wie bei jedem Spiel mit Bauelementen gibt es auch im Kreativmodus Grenzen. Ich muss immer darauf achten, so viele Details wie möglich auf eine Karte zu packen, ohne das Speicherlimit zu sprengen. Das ist manchmal ein ziemlicher Balanceakt.
FT: Findet ihr es toll, wenn die Spieler eure Karten nicht so spielen, wie ihr euch das vorgestellt hattet, oder ärgert euch das?
K: Ich finde es großartig, wenn Spieler Möglichkeiten finden, meine Schöpfungen anders zu spielen, als ich das geplant hatte. So kann ich die Probleme beheben, bevor andere sie ausnutzen können. Manchmal finden die Spieler auch richtig coole Möglichkeiten– die lasse ich dann drin. Bei Avalanche zum Beispiel ist es einigen Spielern gelungen, mit der Quad-Ramme über die Turboflächen zu brettern, um in Rekordzeit die Spitze zu erreichen!
Vielen Dank euch beiden für das Interview!
Vergesst nicht, @FNC_KKSlider und Bunni_ auf Twitter zu folgen, um immer zu wissen, was die beiden kreativen Brüder so planen!
Gibt es jemanden in der Kreativ-Community, den wir für das Kreativ-Spotlight interviewen sollen? Schreibt uns auf Twitter: @FnCreate!