22. Juli 2019

Der Weg zu den Fortnite World Cup Finals – Teil 2

Während sich der Blog „Wettkampfveteranen“ mit den bekanntesten Namen in der professionellen Fortnite-Welt beschäftigte, werden wir uns in diesem Blog einmal die etwas unbekannteren Spieler ansehen. Wir möchten euch mit diesem Eintrag zeigen, weshalb diese Spieler so erfolgreich sind, was ihren Spielstil ausmacht und auch, wie sie es dahin geschafft haben, wo sie nun stehen: in den Fortnite World Cup Finals. Schauen wir uns also ein paar der „Schattenreiter“ an, die eine Chance auf den Titel des Fortnite-Champions haben.

Für die meisten Spieler im Fortnite-Universum sind die ganzen Tfues, Mongraals und X2Twins dieser Welt natürlich bekannte Namen. Neben diesen Stars gibt es jedoch auch so viele unglaublich talentierte Spieler, die auch auf der Finals-Bühne in New York City stehen bzw. sitzen werden. Hier sind einige der Spieler, die zwar nicht ganz so berühmt sind, aber durchaus die Fähigkeiten besitzen, jeden ihrer Konkurrenten ausschalten zu können und am Ende vielleicht sogar den Titel des Fortnite World Cup-Champions mit nach Hause nehmen dürfen.

Theo „Crue“ Ferrer wird oftmals als einer der stärksten Spieler in Europa bezeichnet. Dennoch ist er den meisten Fans und Zuschauern noch unbekannt – und das obwohl er sich zweimal für die Valhalla Vikings qualifizieren konnte und die notwendigen Fertigkeiten, die richtige Einstellung und auch die benötigte Erfahrung besitzt, um sich mit jedem seiner Konkurrenten in den Finals messen zu können. Die Qualifikation für das Halbfinale des europäischen Winter Royale-Wettkampfs war nur der erste Schritt auf Crues beständigem Weg zum Fortnite-Profi. Ab diesem Zeitpunkt konnte er sich in nahezu jeder offenen Qualifikation für Fortnite-Events qualifizieren und einen Platz unter den besten 40 Spielern ergattern. Dies zeigt, dass seine Stärke in der Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit an die häufigen Meta-Änderungen liegt. Sein Partner für die Duos ist Moussa „Chapix“ Faour, der das Blatt in den Duos der Fortnite World Cup Finals ebenfalls entscheidend wenden kann. Wenn sich die beiden früh und erfolgreich auf der Karte positionieren können, können sie die Top-Spieler in der Endphase der Matches in Fallen locken und dabei immer mehr Punkte sammeln, während sich der Sturm immer weiter zusammenzieht. Eine solche Trichter-Strategie kann in den Finals zum Solo-Sieg für Crue bzw. zum Duos-Sieg für Crue und Chapix führen. Ihr enorm gutes Erfassen von Spielsituationen in Kombination mit ihrem monatelangen gemeinsamen Training macht die beiden zu Spielern mit einem schnelleren Verständnis der Spielmechaniken und der Bewegungsabläufe. Crue ist in der wunderbaren Lage, sowohl den Solos als auch den Duos seinen Stempel aufdrücken zu können. Behaltet ihn also auf der Bestenliste gut im Auge.

Die Endphase und diese letzten, alles entscheidenden Momente in wirklich engen Fortnite-Wettkampf-Matches sind sehr wichtig. Man benötigt einen starken Einstieg in ein Match, damit man am Ende diese großen, kreisförmigen Bewegungen im Sturm machen kann, die einem dabei helfen, als letzter verbliebener Spieler das Match zu überstehen. Und hier kommt Jonathon „Nittle“ Weinmen ins Spiel – und zwar stärker als jeder andere. Der Spieler aus der Region Nordamerika (Osten) konnte sich für die Solos qualifizieren, indem er immer ein oder zwei frühe Eliminierungen schaffte und damit jedem Top-Spieler die Möglichkeit nahm, die frühen Momente des Spiels ganz entspannt anzugehen. Nittle, der sich in der 3. Woche qualifizieren konnte, übt zu Beginn seines aggressiven Spiels meist großen Druck aus. Seine hohe Präzision und seine oftmals unorthodoxen Abschusswinkel führen dazu, dass er einen Kampf meist mit dem bestmöglichen Vorteil beginnt und auch beendet. Seine Erfolge konnte Nittle in den Qualifikationsrunden dazu nutzen, ein bisschen Networking zu betreiben: Zusammen mit Crimz und Spades bildete er ein Trio, das im ersten preisgelddotierten Trios-Cup den zweiten Platz einheimsen konnte. Dass Nittle in den Duos seinen Fokus immer auf die Position in der Endphase des Matches richtet, verschafft ihm auch in den Solos einen kleinen Vorteil. Sein Spielerprofil wird dadurch noch ausgeglichener, sodass er jetzt guten Gewissens als ein richtiges Monster in der Anfangs- und auch in der Endphase des Spiels bezeichnet werden kann. Ein wirklich ausgeglichener Spieler, der mit der zusätzlichen Motivation einer guten Platzierung in einem vorherigen Wettkampf in die Fortnite World Cup Finals geht ... das klingt ganz nach einem Erfolgsrezept. Alles ist für Nittle möglich – sei es die nächste Eliminierung oder der Titel des Fortnite World Cup-Champions.

In den vergangenen Wochen sind die internationalen Begegnungen immer mehr in den Fokus gerückt. Ein Team versetzt dabei seit einigen Wochen die Matches mit Pro-Beteiligung in Aufruhr. Parpy und Volx, das aggressive Duo aus der Region Ozeanien, konnten viele Matches auf den NAE-Servern für sich entscheiden. Sie sind auf die NA-Server umgestiegen, um die notwendige Erfahrung zu sammeln und sich perfekt auf die Duo Finals des Fortnite World Cup vorzubereiten. Der markante Spielstil dieses Duos weist sogar die besten Profis in die Schranken; sie sprühen ihre Graffiti immer als erste und tauschen mühelos auch während des Kampfes ihre jeweilige Rolle im Team. Genauso gut können die beiden dies aber auch in der Endphase des Matches. Parpy und Volx sind wie zwei Puzzlestücke, die ineinander greifen: Kein anderes Team nutzt seine Position in beengten Kämpfen so schnell oder so effizient zu seinem Vorteil wie die beiden. Dank der Verwendung von schweren Scharfschützengewehren und unorthodoxen Ausrüstungen, mit denen sie sich schnell fortbewegen, können sie jeden Kampf nach ihren Bedürfnissen steuern und die Kampfgeschwindigkeit beliebig anpassen. Ihr großer Vorteil gegenüber anderen Spielern ist ihr Vollgas-Spielstil, den sie ab dem ersten bis zum letzten Moment voll durchziehen. Im preisgelddotierten Trios-Cup landete das Duo auf dem respektablen 21. Platz in der NAE-Region – einer Region, die sich in Sachen Strategie, Meta und Spielstil komplett von Ozeanien unterscheidet. Die beiden haben sich bereits daran gewöhnt, wie unterschiedlich aggressiv der Hase in den zwei Regionen läuft. Jetzt, da sie die Vorbereitung für den Hauptevent fast abgeschlossen haben, steht die weltweite Domination auf der Agenda.


In der Südamerika-Fraktion konnte sich vor allem das argentinische Fortnite-Wunderkind Tiago „k1ng“ Lapp einen Namen machen, indem er sich zweifach durch sein kontrolliert aggressives Spiel qualifizieren konnte. Der Spieler des 9z Teams gehört in einer Region, in der ausschließlich die allerbesten Platzierungen und Gameplays ausreichend waren, um sich für den Fortnite World Cup zu qualifizieren, zur Crème de la Crème. K1ngs Kombination aus Geduld und Timing, vor allem in beengten Kämpfen und in der Endphase des Spiels, bringt die meisten Spieler aus ihrem herkömmlichen Rhythmus, wodurch k1ng Schüsse abfeuern und Spieler überfallen kann, wenn sie gerade am verwundbarsten sind. K1ng, der als Pionier dieser Strategie gilt, bei der ein vertikaler Vorteil durch außergewöhnliche Abschusswinkel erzielt wird, minimiert die Spieleranzahl auf den südamerikanischen Servern drastisch. Seine Spezialität sind Matches, bei denen Eliminierung auf Eliminierung folgt: Manchmal erzielt er dabei seine erste Eliminierung erst während des sechsten Sturms, nachdem bereits 20 Minuten gespielt sind. Am Ende des Spiels hat er dann aber doch über 15 Eliminierungen – und er lauert bereits auf die nächste! Wie ein Schlangenbeschwörer erwartet er seine gefährlichen Gegner und kann sie perfekt lesen. Er steuert sie genau dahin, wo er sie haben möchte, wobei jeder seiner Schritte genauestens geplant und taktisch aggressiv sind. Mit seinen 144 Punkten aus lediglich acht gespielten Matches und der Erfahrung aus seiner doppelten Qualifikation wird k1ng so viele Informationen wie möglich aus den Solos aufsaugen und auf die Duos anwenden. Gut möglich, dass er dabei erneut eine effiziente und konsistente Performance mit Rekord-Statistiken abliefern wird.

Wird einer dieser Spieler zeigen können, dass er zu den Besten der Besten gehört? Wird sich ein neuer Spieler in den Olymp der Fortnite-Szene spielen können? Oder wird die alte Garde der Wettbewerbsveteranen die Horden der hungrigen Emporkömmlinge im Zaum halten können? Der ultimative epische Sieg ist das Ziel – und jeder dieser Spieler hat das Zeug dazu, sich den Titel des Fortnite World Cup-Champions zu schnappen.

Schaut vom 26. bis 28. Juli jeden Tag ab 18:30 Uhr MESZ live zu bei den Fortnite World Cup Finals. Live im Spiel-Client oder auf fortnite.com/watch